Euregio Dialog 2010
Pidinger Werkstätten: stark vernetzter Betrieb in der EuRegio
Zum Auftakt des EuRegio Dialogs 2010 konnten EuRegio-Präsident Landrat Georg Grabner und Bürgermeister Hannes Holzner gemeinsam mit Geschäftsführer Hermann Seeböck eine Vielzahl an Gästen aus allen Bereichen der Wirtschaft am 29. April 2010 bei der Firma Pidinger Werkstätten GmbH der Lebenshilfe Berchtesgadener Land in Piding begrüßen.
Im Zuge des EuRegio Dialogs gibt es immer wieder besondere Unternehmen zu entdecken. In den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL zeigen 220 Menschen mit Behinderung unter Begleitung von etwa 45 Fachkräften ihr überdurchschnittliches Engagement und erhalten durch Aufträge von Unternehmen Selbstvertrauen und Wertschätzung. Besonders erfreut zeigte sich Geschäftsführer Seeböck, dass eine Vielzahl an Aufträgen aus dem EuRegio-Raum komme und sich immer wieder auch aus den EuRegio Dialog-Veranstaltungen ergebe. Ein Teilnehmer aus Wals-Siezenheim meinte: „Ich habe bis heute nicht gewusst, dass es diesen hervorragenden Betrieb quasi am anderen Ufer der Saalach gibt. Auch wir haben hier durchaus Kooperationspotenziale.“
Im Zentrum der Aktivitäten der Pidinger Werkstätten stehe das Leitmotiv, Lebensqualität für Menschen mit Behinderung zu schaffen, so Seeböck. Möglichst vielseitige und abwechslungs-reiche Beschäftigungen in Kombination mit sozialer Betreuung und individueller Förderung er-möglichen es vielen Mitarbeitern somit etwa auch, einen Teil ihres Lebensunterhaltes selbst zu verdienen. Für die Auftraggeber und Partner aus Industrie, Handel und Handwerk beweisen die zertifizierten Betriebe (DIN ISO 9001:2008) der Pidinger Werkstätten täglich, dass Qualität zu fairen Preisen möglich ist. Davon, aber auch vom positiven Betriebs- und Arbeitsklima in den Pidinger Werkstätten, konnten sich die Gäste beim Betriebsrundgang durch Schreinerei, Wäscherei, Verpackung/Konfektionierung, Metallverarbeitung und Digitale Archivierung/Mailing-Service machen.
Im abschließenden Fachvortrag zum Thema „Konzeptionelle Modelle der Integration von Menschen mit Behinderung“ skizzierten Christian Wimmer (Leiter Sozialdienst) und Florian Huber (Leiter Fachbereich Montage) einige Möglichkeiten, wie die Pidinger Werkstätten ihre Mitarbeiter/innen immer öfter auf Außenarbeitsplätzen, also direkt beim Auftraggeber vor Ort, einsetzen. „So lernen und erfahren unsere Leute, wie das Arbeiten unter realen Bedingungen ausserhalb der geschützten Werkstätten abläuft, und daran haben sie sehr viel Freude.“, berichtete Huber. Als Einsatzformen kommen das „verlängertes Dach der Werkstatt“ oder auch von Fachkräften begleitete Aussenarbeitsplätze in Unternehmen in Frage.
